Nach dem Schmieden weist der Rohstahl eine Ferrit-Perlit-Matrix auf. Durch Abschrecken und Hochtemperaturvergüten entsteht ein feines, gleichmäßiges Sorbitgefüge, das ein optimales Verhältnis von Kernfestigkeit und Zähigkeit gewährleistet. Durch Nitrieren bei niedriger Temperatur bildet sich auf den Gewindeflächen eine dichte, weiße Nitridschicht mit vernachlässigbarer Wärmeverformung, wodurch präzise Gewindetoleranzen sichergestellt werden.
Metallografische Prüfungen sind unser zentraler Bestandteil der Qualitätskontrolle: Wir messen präzise die Nitrierhärtungstiefe, prüfen die Integrität der Verbindungsschicht und erkennen verborgene Defekte wie Oberflächenporosität und Denitrifikation. Die Optimierung der Prozessparameter auf Basis metallografischer Analysen verbessert die Verschleißfestigkeit und die Anti-Fress-Eigenschaften der Schrauben erheblich. Unsere Verbindungselemente gewährleisten einen langfristig zuverlässigen Einsatz in Automobilchassis und allgemeinen Baumaschinen.
Standardmäßige metallographische Probenpräparation für nitrierte Verbindungselemente
1️⃣ Grobschleifen: MET-SP P400
2️⃣ Feinschleifen: POS-Platte + 9μm PD-WT Alternative: Sequenzielle Schleifpapiere P800–P2000
3️⃣ Primärpolitur: SC-JP-Tuch + 1 μm PD-WT
4️⃣ Abschließende Politur: ZN-ZP-Tuch + 0,05 SO-A439 Suspension.